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water

 

 

engl.: water

Bedeutung für den Organismus

Der menschliche Organismus besteht zu einem Großteil aus Wasser. Bei Frauen macht der Anteil je nach Körpergröße, Konstitution und Alter 42 bis 60, bei Männern 50 bis 70 % der Körpermasse aus.
Es ist daher leicht vorstellbar, dass Wasser ein lebenswichtiger Stoff für alle Lebewesen ist. Ohne feste Nahrung kann ein Mensch wochenlang überleben. Auf die Zufuhr von Wasser und Elektrolyten jedoch kann er nur wenige Tage verzichten.

Wasser findet sich in unterschiedlich großen Anteilen in jeder Körperzelle und auch außerhalb der Zellen, zum Beispiel im Blutplasma, und ist an vielen Reaktionen im Körper beteiligt. Es fungiert als Lösungs-, Transport- und Reinigungsmittel.

Wasser:
* ist an der Bildung von Körperstrukturen, zum Beispiel der DNA beteiligt,
* dient dem Körper zur Bildung von Blut, Lymphflüssigkeit und Verdauungssäften,
* dient zur Lösung und zum Transport von Nährstoffen,
* lässt Nährstoffe aufquellen und ist so auch am Sättigungsgefühl beteiligt,
* hilft bei der Entschlackung und der Beseitigung von Abfallprodukten aus dem Stoffwechsel, sowie der Ausscheidung dieser Stoffe über die Nieren,
* dient der Wärmeregulierung über Schwitzen/ Verdunsten,
* ist Voraussetzung für die Erregungsleitung in Muskel- und Nervenzellen und
* hält den osmotischen Druck der Zellen aufrecht.

Wassermangel ist lebensbedrohlich, da all diese Körperfunktionen nicht mehr reibungslos ablaufen können.
Ein erstes Anzeichen für Wassermangel ist, wenn gezogene Hautfalten auf dem Handrücken sich nicht sofort wieder glätten. Auch ein trockener Mund zeigt an, dass der Körper Wasser benötigt. Bei längerem Wasserentzug tritt ein Verwirrtheitszustand ein, das Blut wird dicker, man fühlt sich benommen, und scheidet weniger Harn aus. Krampfanfälle, Nierenschmerzen, Verstopfung, Thrombose, nicht zu erklärender Gewichtsverlust, verminderte oder eingestellte Harnausscheidung und Verwirrtheit treten ein, wenn man über längere Zeit zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Dies ist häufig bei älteren Personen zu beobachten, die aus verschiedenen Gründen zu wenig trinken.

Wasserbilanz und Zufuhrempfehlung

Jeder Mensch benötigt ca. 2,5 bis 3 Liter Wasser am Tag. Aber warum? Täglich scheidet man über Harn, Haut, Lunge und Stuhl Wasser aus. Das ist wichtig, denn mit ihm werden Abbauprodukte abgegeben, die der Körper nicht mehr benötigt oder die ihm sogar schaden. Über die Haut reguliert der Körper mithilfe von Wasser seine Temperatur. Dieser Wasserverlust muss wieder ausgeglichen werden.
Aus der festen Nahrung stammen ca. 900 ml der benötigten Flüssigkeit. Weitere 300 ml sind sogenanntes Oxidationswasser. Dieses entsteht beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen während der Verdauung. Den Rest muss man sich durch Trinken zuführen. Ca. 1200 ml sind nötig, um eine ausgeglichene Wasserbilanz zu erhalten.
Bei schwerer körperlicher Arbeit, Sport, hohen Temperaturen und Fieber erhöht sich die Abgabe über die Haut teilweise um mehrere Liter, die dann natürlich zusätzlich getrunken werden müssen. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Durchfall und Erbrechen hat man einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit. Andererseits ist es aber auch denkbar, dass man zu viel trinkt. In diesem Falle erhöht sich die Ausscheidung durch den Urin.

Wasserverlust

Wasserzufuhr

Art

ml

Art

ml

Urin

1400 (600 bis 1600)

Wasser aus fester Nahrung

900 (800 bis 1000)

Lungen und Haut

900 (850 bis 1200)

Oxidationswasser

300 (200 bis 400)

Stuhl

100 (50 bis 200)

Trinken

1200 (500 bis 1600)

Insgesamt

2400 (1500 bis 3000)

Insgesamt

2400 (1500 bis 3000)

Flüssigkeitsbilanz beim Erwachsenen (Quelle: Löffler, Petrides, Heinrich: Biochemie & Pathobiochemie; 8. Auflage, 2007; Springer Medizin Verlag Heidelberg; S. 918)

Die DGE empfiehlt, jeden Tag 1,5 bis 2 Liter zu trinken. In oben genannten Situationen entsprechend mehr.
Dabei sollten energiearme Getränke bevorzugt werden. Wasser bzw. Mineralwasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind Mittel der Wahl.
Bei bestimmten Krankheiten ist es ratsam, die Flüssigkeitszufuhr zu reduzieren.

Man kann leider auch zu viel trinken. Genau wie zu wenig zu trinken schadet dieses Verhalten dem Körper. Der Harndrang wird angekurbelt und der Organismus kann die wertvollen Mineralstoffe aus der Nahrung nicht so schnell resorbieren, wie er sie mit der Flüssigkeit wieder ausscheiden muss. Es kann dann zu Mangelerscheinungen kommen.

Gerade ältere Personen trinken häufig zu wenig. Dies kann mehrere Ursachen haben: Obwohl ihr Körper noch die gleiche Menge Wasser benötigt, wie in jüngeren Jahren, lässt manchmal das Durstgefühl nach. Andere ignorieren es, aus Angst, bald wieder zur Toilette zu müssen oder weil allein die Anstrengung zum Holen eines Getränkes ihnen zu viel ist.
Auch körperliche Probleme wie Schluckbeschwerden sind ein häufiger Grund, wenig zu trinken. Teilweise wird das Trinken auch schlicht vergessen.

Nährstoffe und unerwünschte Stoffe im Wasser

Trinkwasser ist nicht immer gleich: je nach Herkunft und Behandlungsverfahren enthält es Stoffe, die ernährungsphysiologisch vorteilhaft oder unerwünscht sind. Essenzielle Mineralien und Spurenelemente machen das Trinkwasser wertvoll, Schwermetalle, Arzneimittel, Nitrat und Arsen mindern seine Qualität. Meistens werden diese Stoffe nicht extra zugegeben. Sie gelangen aus dem Boden in das Grundwasser, welches den größten Teil unseres Trinkwassers stellt. Mineralien wie Calcium und Magnesium sind in den Böden zu mehr oder weniger großen Teilen enthalten. Wasser, das reich an solchen Elementen ist, gilt meistens als besonders gut. Nitrat ist Teil von Düngemitteln und kommt so besonders in ländlichen Gegenden ins Grundwasser. Es ist selber nicht schädlich. Aber Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, welches den Transport von Sauerstoff im Blut behindert. Besonders bei Säuglingen kann dies gefährlich sein. Arzneimittel und deren Abbauprodukte gelangen mit dem Urin ins Abwasser, welches wieder zu Trinkwasser aufbereitet wird. Nicht alle dieser Stoffe werden in der Kläranlage aus dem Wasser entfernt, ein Teil passiert die Reinigungsstufen.
Grundsätzlich jedoch sind die Grenzwerte für chemische Stoffe so gesetzt, dass ein lebenslanger täglicher Genuss von 2 Litern Leitungswasser keine gesundheitlichen Auswirkungen haben sollte. Nicht kontrolliert werden die hausinternen Zuleitungen zu den Wasserhähnen. Besonders in älteren Häusern sind die Leitungen aus Kupfer oder Blei. Aus solchen Rohren können sich Ionen lösen und ins Wasser übergehen. Besonders, wenn das Wasser über Nacht oder während des Urlaubs lange in den Rohren steht kann es so zu höheren Konzentrationen an Kupfer- und Bleiionen kommen. Daher sollte man vor der Entnahme für Getränke- und Speisenzubereitung immer zuerst eine Zeitlang Wasser ablaufen lassen.

Durst

Durst ist ein natürliches Signal des Körpers, dass er Wasser benötigt. Es gibt unterschiedliche Theorien über richtiges Trinkverhalten im Bezug auf Durst. Eine besagt, dass man Flüssigkeit zu sich nehmen soll, bevor ein Durstgefühl aufkommt, weil es dann schon zu spät ist und Flüssigkeitsmangel herrscht. Die andere, dass man gerade nur dann trinken soll, wenn man durstig ist, weil der Körper selber am besten weiß, wann er Flüssigkeit benötigt. Ein gesunder Mittelweg ist sicherlich, regelmäßig zu trinken (z.B. mehrmals täglich ein Glas Wasser), nicht nur wenn man durstig ist. Aber trotzdem sollte man auch nicht große Mengen auf einmal „in sich hineinschütten“, wenn man eigentlich keinen Durst hat.

Trinkwasser, Leitungswasser, Rechtliches

71 % der Erdoberfläche besteht aus Wasser. Insgesamt sind das fast 1,4 Milliarden km3. 0,3 % davon, das sind 3,6 Millionen km3, stehen als Trinkwasser zur Verfügung.

Als Trinkwasser gilt nach DIN 2000 solches Wasser, das
* frei von Krankheitserregern und gesundheitsschädlichen Eigenschaften,
* keimarm,
* appetitlich und zum Genuss anregend,
* farblos, klar, kühl, geruchlos und geschmacklich einwandfrei ist und * dessen Gehalt an gelösten Stoffen sich in bestimmten Grenzen hält.

Alle Parameter sind klar vorgegeben, denn, auch das steht in der DIN-Norm, Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und kann durch nichts ersetzt werden.

Vorgaben und Richtlinien zum Thema Wasser bzw. Trinkwasser gibt es sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Auf internationaler Ebene regeln die EG- Richtlinien 80/778EWG und 98/83/EG die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Beschrieben sind Grenzwerte für mikrobiologische, chemische andere Parameter wie Geruch und Geschmack, sowie die Kontrollen all dieser Werte.

Das zentrale nationale Regelwerk ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) von 1986 mit seinen Novellierungen, zuletzt aus dem Jahr 2001. Hier sind folgende Themen geregelt:
* Beschaffenheit des Wassers für den menschlichen Gebrauch
-Allgemeine, mikrobiologische und chemische Anforderungen
-Beschaffenheit des Wassers, das Lebensmittelbetriebe zur Produktion und Reinigung verwenden
* Aufbereitung
* Pflichten des Unternehmers und des sonstigen Inhabers einer Wasserversorgungsanlage
* Überwachung
* Sondervorschriften und Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Wenn man in Deutschland Wasser aus dem Hahn trinken möchte, kann man sich sicher sein, dass dies NICHT gesundheitsschädlich ist. Strenge Vorschriften, Vorsichtsmaßnahmen und regelmäßige Kontrollen machen unser Leitungswasser unbedenklich.

Daneben existieren weitere Regelwerke, die sich mit speziellen Wässern befassen:
* Verordnung über natürliches Mineralwasser, Tafelwasser und Quellwasser (Mineral- und Tafelwasserverordnung (MinTafwV)),
* §2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG): Heilwasser


Mineralwasser, Tafelwasser, Quellwasser

Für Mineral-, Quell- und Tafelwasser gilt eine eigene Verordnung. Hier ist festgelegt, wie diese Wässer beschaffen sein müssen, um die Bezeichnungen zu verdienen.

* Natürliches Mineralwasser darf nach §2 MinTafwV nur auf der Flasche stehen, wenn es seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen hat und aus einer oder mehreren natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen wird. Es muss von natürlicher Reinheit (d.h., mikrobiologisch unbedenklich) sein und aufgrund seines Mineralstoff- und Spurenelementgehaltes oder sonstigen Bestandteilen eine bestimmte ernährungsphysiologische Wirkung besitzen. Seine Zusammensetzung, Temperatur und übrige wesentliche Merkmale müssen im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant bleiben. Bestimmte Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden. Kohlensäure darf zugesetzt oder entzogen werden. Eisen darf entzogen werden. Darauf ist auf dem Etikett hinzuweisen.

* Mineralwasser damit kann unterschiedliches gemeint sein. Verbraucher reden meist von Mineralwasser, wenn sie Wasser mit Kohlensäure meinen. Auch Tafel- oder Quellwasser wird oft einfach so bezeichnet. Streng genommen ist Mineralwasser aber als eine Verkürzung von „natürliches Mineralwasser“ zu verstehen.

* Stilles Mineralwasser hat weniger als 5,5 g Kohlensäure pro Liter.

* Quellwasser hat etwas weniger strenge Anforderungen zu erfüllen als natürliches Mineralwasser. Nach §10 Abs. 1 MinTafwV muss aus einem unterirdischen Wasservorkommen stammen. Es darf einer einfachen Aufbereitung unterzogen werden (Enteisung, Entschwefelung, Kohlensäureentzug oder –zugabe) und muss am Quellort abgepackt werden. Die ursprüngliche Reinheit (also mikrobiologische Unbedenklichkeit), die für Mineralwasser vorgeschrieben ist, braucht es nicht aufzuweisen. Trotzdem existieren aber natürlich Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

* Tafelwasser ist nicht das gleiche wie Mineralwasser. Eigentlich handelt es sich dabei nur um Wasser, das man trinken kann und das in eine Flasche abgefüllt ist. Meist enthält es Kohlensäure. Seine Herkunft ist weniger wichtig, Hauptsache, es handelt sich um Trinkwasser. Es entsteht durch Beimischen von Zutaten zu normalem Leitungswasser oder natürlichem Mineralwasser. Zugegeben werden dürfen Kohlensäure, Chloride, Natriumcarbonate, Calciumcarbonate, Magnesiumcarbonate, Meerwasser und Natursole. Es gelten jedoch 13 chemische Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

Heilwasser

Mit Heilwasser werden ganz bestimmte ernährungsphysiologische und vor allem gesundheitsfördernde Eigenschaften verbunden. Daher sind die Anforderungen an Heilwasser auch nicht in der Trinkwasserverordnung, noch in der Verordnung über natürliches Mineralwasser, Tafelwasser und Quellwasser zu finden, sondern im Arzneimittelgesetz. Auch Heilwässer stammen aus vor Verunreinigungen geschützten unterirdischen Gewässern und sind von ursprünglicher Reinheit. Ihre Wirksamkeit muss wissenschaftlich nachgewiesen und durch die amtliche Zulassung bestätigt sein. Es muss ein Gramm Mineralien je Liter enthalten sein.
Beim Konsum von Heilwässern ist Vorsicht geboten: Bereits mit einem halben Liter davon kann der Tagesbedarf an bestimmten Mineralien überschritten sein.

Osmotischer Druck, Isotonisches Wasser, Sauerstoffwasser

Eine Flüssigkeit ist dann isotonisch, wenn sie den gleichen osmotischen Druck hat wie das menschliche Blut. Um den Begriff Isotonie zu erklären, muss zuerst das Prinzip der Osmose betrachtet werden:

Osmose ist ein wichtiger Vorgang in der Natur, unter anderem für die Regulation des Wasserhaushaltes von Zellen und Pflanzen. Sie ist beschrieben als der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine halb- oder selektivdurchlässige Membran. Das bedeutet: einer Flüssigkeit steht eine Barriere im Weg, welche einige Inhaltsstoffe der Flüssigkeit durchlässt, andere nicht. Mithilfe der Osmose können Konzentrationsunterschiede der in Flüssigkeiten enthaltenen Ionen auf den beiden Seiten der Membran (z.B. Zellwand) ausgeglichen werden. Ist auf der einen Seite beispielsweise mehr Natrium als auf der anderen, und ist die Membran durchlässig für Wasser aber nicht für Natrium-Ionen, so kann das bestehende Ungleichgewicht dadurch ausgeglichen werden, dass so lange Wassermoleküle durch die Wand treten, bis die Natriumkonzentration auf beiden Seiten ausgeglichen ist. Durch das Einströmen von Wasser in den natriumreichen Raum, entsteht dort ein Druck, welcher dem Wassereinstrom entgegenwirkt. Dies ist der osmotische Druck. Er sorgt dafür dass die Bewegung des Wassers endet, wenn ein Gleichgewicht erreicht ist. Im Blut befinden sich aber nicht nur Natrium-Ionen. Hier ist eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe gelöst. Alle zusammen bestimmen den osmotischen Druck des Blutes.

Lösungen mit dem gleichen osmotischen Druck wie das Blutserum bezeichnet man als isotonisch oder isoosmotisch. Das ist unabhängig davon, wie sie zusammengesetzt sind.

Der Vorteil von isotonischen Getränken ist, dass die enthaltenen Mineralstoffe schneller an die Orte gelangen, in denen sie benötigt werden. Sportgetränke sind deshalb oft isotonisch, weil sie eine schnelle Versorgung der Muskeln mit benötigten Stoffen während und nach der Anstrengung versprechen. Sie sollen dort den Mineralstoff- und Flüssigkeitsverlust ausgleichen, der zum Beispiel durch Schwitzen bei starker sportlicher Aktivität entsteht. Aber nicht jeder muss bzw. sollte isotonische Getränke trinken. Sie eignen sich eigentlich nur für Sportler, deren Training über den üblichen Breitensport hinaus geht. Eine Stunde joggen zum Beispiel sorgt hauptsächlich für Wasserverlust. Ein Ausgleich der Elektrolyte durch isotonische Getränke ist hier nicht notwendig.

Sauerstoffwasser ist mit Sauerstoff angereichertes Trinkwasser. Der Sauerstoff ist dann, ähnlich wie Zucker, in dem Wasser aufgelöst. Er soll über die Schleimhäute in den Verdauungsorganen aufgenommen werden und von dort aus zu den Organen und Geweben gelangen, die ihn gerade benötigen. Das soll den Stoffwechsel ankurbeln, die Leistungsfähigkeit erhöhen und das Immunsystem stärken. Allerdings ist umstritten, ob der Sauerstoff überhaupt bis zum Darm gelangt und wenn ja, ob er dort noch wirksam aufgenommen werden kann.

Wasser als Heilmittel (?)

Wasser wird von vielen Medizinern und Heilpraktikern als Heilmittel eingesetzt. Sie verweisen dabei auf uralte Traditionen, auf alte Römer, Griechen und Ägypter und mittelalterliche Heiler. Berühmte Beispiele sind Kneipp (1821 – 1897) und Paracelsus (1493 – 1541).

Die äußerliche Anwendung ist formenreich: Bäder, Waschungen, Abreibungen, Dampfbäder, Wickel, Güsse, alles mit oder ohne Beimischungen von Kräutern, Ölen oder anderen Stoffen. Hier sind nur einige Beispiele:
* Bäder oder Wickel mit kaltem Wasser senken Fieber
* heißer Dampf dient der Reinigung von Zellen und Schleimhäuten, zum Beispiel beim Inhalieren
* kalte oder Wechselbäder regen das Immunsystem an und beugen so Erkältungskrankheiten sowie anderen Infekten vor * Bäder und Bewegung im Wasser regen die Durchblutung an
* Bäder in warmem Wasser wirken entspannend und stressreduzierend

Für die Innerliche Anwendung wird das Wasser getrunken. Allgemein lässt sich sagen, dass viel trinken * Entzündungen von Blase und Nieren vorbeugt, * Steinbildung (Blasensteine, Nierensteine, Speichelsteine) vorbeugt,
* beim Abnehmen hilft,
* für die Verdauung wichtig ist und
* Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung hält.

Man sollte sich aber nicht auf Wasser als Alleinheilmittel verlassen.

Vorsichtsmaßnahmen

Auch in Wasser können sich schädliche Keime entwickeln. Wenn auch ursprünglich nur geringste Mengen im Wasser enthalten waren, so können sie sich beim Abfüllen oder langen Lagerzeiten vermehren. Besonders stille Mineral- Quell- und Tafelwässer sowie Leitungswasser sind gefährdet, da sie keine als Desinfektionsmittel wirkende Kohlensäure enthalten.
Daher sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
-Lassen Sie geöffnete Wasserflaschen nie mehrere Tage stehen, bevor Sie sie austrinken. -Bewahren Sie sie außerdem vorsichtshalber im Kühlschrank auf. -Wenn Sie Mineralwasser für Säuglingsnahrung benutzen möchten, achten Sie auf das Etikett. Dort ist angegeben, ob es eventuell nicht dafür geeignet ist.
-Ob Sie Mineral- oder Leitungswasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung benutzen: es empfiehlt sich, es vorher abzukochen. Es sind immer Keime enthalten, die für einen erwachsenen Menschen zwar nicht schädlich sind, aber dem empfindlichen Organismus eines Babys besser nicht zugeführt werden sollten.
-Leitungswasser vor der Entnahme für Getränke- und Speisenzubereitung, besonders in älteren Häusern mit Kupfer- oder Bleirohren und nach längerer Stehzeit im Rohr erst ablaufen lassen.

 

 

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